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Sonnensturm 15. Oktober 2026: Ein geomagnetischer Sturm ist nach der aktuellen Prognose nicht zu erwarten. Das Space Weather Prediction Center der US-Wetterbehörde NOAA sagt für Donnerstag, 15. Oktober, einen maximalen planetaren Kp-Index von 3,33 voraus, also ruhige bis leicht unruhige Bedingungen deutlich unterhalb der Sturmschwelle von Kp 5. Der kleine geomagnetische Sturm der Stufe G1, der in sozialen Medien und auf ausländischen Portalen als «Magnetsturm» angekündigt wurde, war für die Nacht vom 13. auf den 14.

Oktober prognostiziert, mit einem Spitzenwert von Kp 4,67 zwischen 23 und 2 Uhr Schweizer Zeit. Ursache ist ein schneller Sonnenwindstrom aus einem koronalen Loch, möglicherweise verstärkt durch Ausläufer von zwei Sonnenauswürfen vom 11. und 12. Oktober, die laut NOAA grösstenteils an der Erde vorbeiziehen. Am Mittwoch, 14. Oktober, bleibt das Erdmagnetfeld mit Werten bis Kp 4 noch aktiv, ab Donnerstag beruhigt es sich.

Für die Schweiz hat das keine spürbaren Folgen: Polarlichter sind hierzulande erst bei starken Stürmen ab etwa Kp 7 realistisch, und Störungen von Stromnetz, GPS oder Mobilfunk sind bei G1 nicht zu erwarten, berichtet die Redaktion von NUME.CH.

Auch der Ausblick bis zum Wochenende ist ruhig. Die 27-Tage-Prognose der NOAA vom 12. Oktober nennt für den 16. bis 20. Oktober einen maximalen Kp-Index von 2 und einen planetaren A-Index von 5, das entspricht einem sehr ruhigen Magnetfeld. Erst für den 21. bis 23. Oktober erwartet die Behörde wieder leicht erhöhte Aktivität mit Kp-Werten bis 4, wenn ein wiederkehrendes koronales Loch erneut zur Erde zeigt. Die Wahrscheinlichkeit für einen Strahlungssturm der Stufe S1 liegt bis 15.

Oktober bei 5 Prozent pro Tag, für kurze Funkstörungen der Stufen R1 bis R2 durch einzelne Sonnenflares bei 35 Prozent. Die Sonnenaktivität selbst war zuletzt niedrig: Die Region 4549 erzeugte am 12. Oktober nur zwei schwache Flares der Klasse C und verlässt die sichtbare Sonnenscheibe. Dieser Artikel ordnet die Prognose ein, rechnet die Zeiten in Schweizer Ortszeit um, erklärt, was Kp-Werte bedeuten, und zeigt, wann Polarlichter in der Schweiz überhaupt sichtbar sind. Die Angaben beruhen auf der NOAA-Prognose vom 13.

Oktober, 12.30 Uhr UTC, und werden bei neuen Daten aktualisiert.

Sonnensturm 15. Oktober 2026: Polarlichter über einer Alpenlandschaft
Sonnensturm 15. Oktober 2026: Polarlichter sind in der Schweiz erst ab etwa Kp 7 realistisch

Faktencheck Sonnensturm 15. Oktober 2026: Gibt es einen Magnetsturm

Die Behauptung zum Sonnensturm 15. Oktober 2026, wonach an diesem Tag ein Magnetsturm die Erde treffe, lässt sich mit den verfügbaren Daten nicht bestätigen. Die NOAA-Dreitagesprognose zeigt für den 15. Oktober Kp-Werte zwischen 1,00 und 3,33. Ein geomagnetischer Sturm beginnt nach der NOAA-Skala erst ab Kp 5. Der höchste prognostizierte Wert dieser Woche, Kp 4,67, betraf die Nacht auf den 14. Oktober und liegt knapp unter beziehungsweise an der Schwelle zur Stufe G1.

Unterschiedliche Angaben entstehen oft, weil Portale verschiedene Zeitzonen verwenden oder Prognosen mehrerer Institute mischen. Die NOAA rechnet in koordinierter Weltzeit UTC; in der Schweiz gilt bis 25. Oktober die Sommerzeit MESZ, also UTC plus zwei Stunden. Ein Wert, der für den «14. Oktober, 21 bis 24 Uhr UTC» gilt, betrifft in der Schweiz bereits die Nacht bis 2 Uhr am 15. Oktober.

  • Behauptung: Magnetsturm am 15. Oktober 2026
  • Datenlage NOAA: maximal Kp 3,33 am 15. Oktober, kein Sturm
  • Tatsächliches Maximum der Woche: Kp 4,67 (G1) in der Nacht 13./14. Oktober
  • Ursache: Hochgeschwindigkeits-Sonnenwind aus einem koronalen Loch, mögliche CME-Ausläufer
  • Bewertung: Für den 15. Oktober nicht bestätigt

Sonnensturm 15. Oktober 2026: Kp-Prognose in Schweizer Zeit

Die folgende Tabelle rechnet die NOAA-Prognose vom 13. Oktober, 12.30 Uhr UTC, in Schweizer Ortszeit (MESZ) um. Jeder Wert gilt für ein Dreistundenintervall. Werte ab 5,00 entsprechen einem geomagnetischen Sturm.

Schweizer Zeit (MESZ)13./14. Oktober14./15. Oktober15./16. Oktober
02–05 Uhr3,333,672,67
05–08 Uhr3,334,003,33
08–11 Uhr2,002,673,00
11–14 Uhr3,003,672,33
14–17 Uhr3,333,671,67
17–20 Uhr3,673,671,00
20–23 Uhr4,003,331,33
23–02 Uhr4,67 (G1)2,672,33

Lesehilfe: Die Spalte «14./15. Oktober» beginnt am 14. Oktober um 2 Uhr Schweizer Zeit und endet am 15. Oktober um 2 Uhr. Der höchste Wert für Mittwoch, 14. Oktober, liegt bei Kp 4,00 zwischen 5 und 8 Uhr morgens. Am Donnerstag, 15. Oktober, erreicht der Index höchstens 3,33 zwischen 5 und 8 Uhr und fällt am Nachmittag auf Werte um 1.

Sonnensturm aktuell: Was hinter der Aktivität steckt

Die NOAA-Prognostiker nennen zwei Faktoren. Erstens erreicht seit dem 13. Oktober ein Hochgeschwindigkeitsstrom des Sonnenwinds aus einem koronalen Loch mit negativer Polarität die Erde. Koronale Löcher sind Bereiche in der Sonnenatmosphäre, aus denen Plasma schneller ausströmt; trifft dieser Strom auf das Erdmagnetfeld, steigt die geomagnetische Aktivität. Der Einfluss soll am 14. Oktober anhalten und am 15. Oktober abklingen.

Zweitens registrierten die Sonnenobservatorien am 11. und 12. Oktober zwei Filamentausbrüche mit koronalen Massenauswürfen (CME). Ein etwa 22 Grad langes Filament brach am 11. Oktober gegen 21.45 Uhr UTC aus, ein weiteres am 12. Oktober um 4.25 Uhr UTC. Laut NOAA dürfte der Grossteil des Materials an der Erde vorbeiziehen; für den 14. Oktober bestand nur eine geringe Chance auf einen schwachen, streifenden Treffer.

MessgrösseStand 13. Oktober 2026
Sonnenwindgeschwindigkeitgesunken von etwa 500 auf 465 km/s
Magnetfeldstärke Btetwa 6 bis 8 nT
Bz-Komponentemeist neutral, kurz bis minus 4 nT
Sonnenflaresniedrige Aktivität, C1.1 und C1.0 aus Region 4549
Energiereiche ProtonenHintergrundniveau
Energiereiche Elektronennormal bis moderat, am 14./15. Oktober hoch erwartet

Entscheidend für Stürme ist vor allem die Bz-Komponente des interplanetaren Magnetfelds. Zeigt sie über längere Zeit stark nach Süden, also deutlich negativ, koppelt der Sonnenwind effizient an das Erdmagnetfeld an. Mit Werten um minus 4 nT blieb diese Kopplung zuletzt schwach.

Ausblick bis zum Wochenende und darüber hinaus

Für die Tage nach dem 15. Oktober stützt sich die Einschätzung auf die 27-Tage-Prognose der NOAA vom 12. Oktober. Sie basiert auf der Sonnenrotation von rund 27 Tagen: Aktive Regionen und koronale Löcher, die bei der letzten Umdrehung Wirkung zeigten, kehren voraussichtlich wieder.

DatumRadiofluss 10,7 cmPlanetarer A-IndexMax. KpEinschätzung
Mi, 14. Oktober110143unruhig bis aktiv
Do, 15. Oktober10583ruhig bis unruhig
Fr, 16. Oktober10052ruhig
Sa, 17. Oktober9552ruhig
So, 18. Oktober9552ruhig
Mo, 19. Oktober10052ruhig
Di, 20. Oktober10052ruhig
Mi, 21. Oktober105153unruhig
Do, 22. Oktober100204aktiv
Fr, 23. Oktober100154aktiv

Die 27-Tage-Prognose ist eine Trendaussage. Kurzfristige Ereignisse wie ein neuer Sonnenauswurf können innerhalb von ein bis drei Tagen die Lage ändern. Belastbar für einzelne Stunden ist nur die Dreitagesprognose, die die NOAA täglich aktualisiert.

Was Kp-Index und G-Skala bedeuten

Der Kp-Index misst die weltweite Störung des Erdmagnetfelds auf einer Skala von 0 bis 9, ermittelt aus Daten mehrerer Magnetometer-Stationen in Dreistundenintervallen. Die NOAA ordnet Stürme ab Kp 5 einer fünfstufigen Skala zu. Je höher die Stufe, desto weiter Richtung Äquator können Polarlichter auftreten und desto eher sind technische Systeme betroffen.

KpNOAA-StufeBezeichnungBedeutung für die Schweiz
0–4–ruhig bis aktivkeine Auswirkungen, keine Polarlichter
5G1minorkeine spürbaren Auswirkungen
6G2moderatePolarlichter in der Schweiz sehr unwahrscheinlich
7G3strongschwache Polarlichter am Nordhorizont möglich, meist nur auf Kamera
8G4severePolarlichter in der Schweiz gut möglich
9G5extremePolarlichter auch hoch am Himmel, mögliche Störungen technischer Systeme

Zum Vergleich: Beim extremen Sturm der Stufe G5 im Mai 2024 und beim starken Sturm im Oktober 2024 waren Polarlichter in weiten Teilen der Schweiz zu sehen und wurden tausendfach fotografiert. Von solchen Werten ist die aktuelle Prognose weit entfernt.

Polarlichter Schweiz: wann und wo sie sichtbar sind

Die Schweiz liegt bei rund 46 bis 48 Grad nördlicher Breite und damit weit südlich der Polarlichtzone. Sichtbare Polarlichter setzen deshalb einen starken bis extremen geomagnetischen Sturm voraus. Selbst dann zeigen sie sich meist als rötlicher oder grünlicher Schimmer tief am Nordhorizont, den Smartphone-Kameras mit langer Belichtung deutlicher erfassen als das blosse Auge.

  • Voraussetzung: geomagnetischer Sturm ab etwa Kp 7, besser Kp 8 bis 9
  • Zeit: klare Nacht, Neumondphase günstiger, ideal zwischen 22 und 2 Uhr
  • Ort: dunkle Standorte ohne Lichtverschmutzung, freie Sicht nach Norden
  • Gute Lagen: Jurahöhen, Voralpen, Aussichtspunkte über dem Mittelland
  • Kamera: Nachtmodus, Stativ, Belichtung mehrere Sekunden
  • Wetter: Wolkenlage vorab bei MeteoSchweiz prüfen

Für die Nächte vom 14. bis 19. Oktober 2026 sind Polarlichter in der Schweiz nach der aktuellen Prognose praktisch ausgeschlossen. Wer Polarlichter beobachten will, sollte die Warnungen der NOAA verfolgen: Wird ein Sturm ab G3 angekündigt, lohnt sich ein Blick auf Wetter und Mondphase.

Hat ein Sonnensturm gesundheitliche oder technische Folgen

Schwache Stürme der Stufe G1 haben laut NOAA höchstens geringe Auswirkungen, etwa leichte Schwankungen in Stromnetzen hoher Breiten oder kleinere Effekte auf Satellitenbetrieb. In der Schweiz sind bei G1 keine Ausfälle von Strom, Internet, Mobilfunk oder Navigation zu erwarten. Kurzwellenfunk kann bei Sonnenflares der Stufen R1 bis R2 auf der Tagseite der Erde für Minuten gestört sein; die Wahrscheinlichkeit dafür beziffert die NOAA bis 15. Oktober auf 35 Prozent pro Tag.

Gesundheitliche Effekte von geomagnetischen Stürmen auf Menschen am Boden sind wissenschaftlich nicht belegt. Das Erdmagnetfeld und die Atmosphäre schirmen die geladenen Teilchen ab. Berichte über Kopfschmerzen oder Schlafprobleme während Magnetstürmen beruhen auf Einzelaussagen, nicht auf gesicherten Erkenntnissen.

  • Stromnetz Schweiz: bei G1 keine Auswirkungen
  • GPS und Navigation: bei G1 keine relevanten Abweichungen
  • Mobilfunk und Internet: nicht betroffen
  • Flugverkehr: bei S1-Strahlungssturm allenfalls Polarrouten, Wahrscheinlichkeit 5 Prozent
  • Kurzwellenfunk: kurzzeitige Störungen bei R1–R2 möglich

Wie die Prognose zum Sonnensturm entsteht

Das Space Weather Prediction Center in Boulder im US-Bundesstaat Colorado ist die offizielle Weltraumwetter-Warnstelle der USA und eine der wichtigsten Quellen für Prognosen weltweit. Die Dreitagesprognose erscheint zweimal täglich, um 0.30 und 12.30 Uhr UTC, in der Schweiz also um 2.30 und 14.30 Uhr Sommerzeit. Die Prognosediskussion mit Einschätzungen zu Sonnenflecken, Sonnenauswürfen und Sonnenwind wird zu denselben Zeiten veröffentlicht. Die 27-Tage-Prognose erscheint einmal pro Woche.

Grundlage sind Satellitendaten. Koronografen wie LASCO auf der Raumsonde SOHO und CCOR-2 auf dem Wettersatelliten GOES-19 fotografieren die Sonnenkorona und zeigen, ob ein Sonnenauswurf Richtung Erde unterwegs ist. Messsonden am Lagrange-Punkt L1, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt, messen den Sonnenwind etwa 15 bis 60 Minuten, bevor er das Erdmagnetfeld erreicht. Deshalb lassen sich Sonnenauswürfe ein bis drei Tage im Voraus ankündigen, ihre genaue Stärke zeigt sich aber oft erst kurz vor dem Eintreffen.

  • Dreitagesprognose: täglich 0.30 und 12.30 Uhr UTC
  • Prognosediskussion: zu denselben Zeiten
  • 27-Tage-Prognose: wöchentlich
  • Warnungen und Alarme: bei Bedarf, rund um die Uhr
  • Vorwarnzeit Sonnenwind ab L1: rund 15 bis 60 Minuten
  • Laufzeit eines Sonnenauswurfs zur Erde: meist ein bis drei Tage

Der planetare Kp-Index selbst wird vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam aus Messungen von Observatorien auf beiden Hemisphären berechnet. Die NOAA verwendet für ihre Echtzeitanzeige eine eigene Schätzung, die nachträglich leicht abweichen kann.

Wo die Sonne im Zyklus 2026 steht

Die Sonne durchläuft einen Aktivitätszyklus von rund elf Jahren. NASA und NOAA gaben im Oktober 2024 bekannt, dass der aktuelle Sonnenzyklus 25 seine Maximumsphase erreicht hat. Im Jahr 2026 befindet sich die Sonne damit im Übergang zur abnehmenden Phase. Die Zahl der Sonnenflecken geht im Mittel zurück, starke Stürme bleiben aber möglich: Erfahrungsgemäss treten einige der heftigsten geomagnetischen Stürme gerade in den Jahren nach dem Maximum auf, wenn grosse, komplexe Fleckengruppen und ausgedehnte koronale Löcher entstehen.

EreignisDatumStärkeBedeutung für die Schweiz
Carrington-EreignisSeptember 1859extremPolarlichter bis in tropische Breiten, Störungen der Telegrafie
Halloween-StürmeOktober 2003G5Polarlichter in Mitteleuropa sichtbar
Mai-Sturm10./11. Mai 2024G5Polarlichter in der ganzen Schweiz, stärkster Sturm seit 2003
Oktober-Sturm10./11. Oktober 2024G4Polarlichter in weiten Teilen der Schweiz
Prognose Oktober 202613. bis 23. Oktober 2026höchstens G1keine sichtbaren Folgen

So prüfen Sie den Sonnensturm aktuell selbst

Wer die Lage selbst verfolgen will, braucht keine Spezialkenntnisse. Entscheidend sind drei Werte: der prognostizierte Kp-Index, die Ausrichtung des Magnetfelds im Sonnenwind und die Wetterlage vor Ort. Erst wenn ein starker Sturm angekündigt ist, die Bz-Komponente längere Zeit deutlich negativ ist und der Himmel klar ist, lohnt sich in der Schweiz der Gang an einen dunklen Aussichtspunkt.

  1. Dreitagesprognose der NOAA aufrufen und den höchsten Kp-Wert für die Nacht suchen.
  2. UTC-Zeiten in Schweizer Zeit umrechnen: bis 25. Oktober plus zwei Stunden, danach plus eine Stunde.
  3. Bei Kp 7 und mehr die Echtzeitdaten zum Sonnenwind verfolgen, besonders die Bz-Komponente.
  4. Bewölkung und Nebel in der Prognose von MeteoSchweiz prüfen.
  5. Einen dunklen Ort mit freier Sicht nach Norden wählen und die Kamera auf Langzeitbelichtung stellen.

Was die Prognostiker sagen

(NOAA Space Weather Prediction Center, Prognosediskussion vom 13. Oktober 2026) Für den 13. Oktober wurden überwiegend aktive Bedingungen mit wahrscheinlichen G1-Sturmphasen erwartet, für den 14. Oktober weiterhin aktive Werte. Am 15. Oktober soll das Erdmagnetfeld zu ruhigen bis unruhigen Bedingungen zurückkehren, sobald der Einfluss des koronalen Lochs nachlässt.

(NOAA Space Weather Prediction Center, Dreitagesprognose vom 13. Oktober 2026) Strahlungsstürme der Stufe S1 oder höher werden nicht erwartet, da keine Sonnenfleckenregion mit entsprechendem Potenzial erkennbar ist. Kurze Funkstörungen der Stufen R1 bis R2 durch einzelne M-Flares bleiben bis 15. Oktober möglich.

Häufige Fragen zum Sonnensturm 15. Oktober 2026

Gibt es einen Sonnensturm 15. Oktober 2026?

Nach der NOAA-Prognose nicht. Der maximale Kp-Index am 15. Oktober liegt bei 3,33, ein Sturm beginnt erst ab Kp 5.

Wann war der Magnetsturm in dieser Woche?

Prognostiziert war ein schwacher G1-Sturm mit Kp 4,67 in der Nacht vom 13. auf den 14. Oktober, zwischen 23 und 2 Uhr Schweizer Zeit.

Sind Polarlichter in der Schweiz zu sehen?

Nein. Dafür sind starke Stürme ab etwa Kp 7 nötig. Bis 19. Oktober erwartet die NOAA höchstens Kp 4.

Wie geht es bis zum Wochenende weiter?

Vom 16. bis 20. Oktober erwartet die NOAA ein ruhiges Magnetfeld mit maximal Kp 2. Leicht erhöhte Aktivität bis Kp 4 ist für den 21. bis 23. Oktober angekündigt.

Hat der Sonnensturm Auswirkungen auf Handy, GPS oder Strom?

Bei der aktuellen Stärke nicht. Kurzzeitige Störungen im Kurzwellenfunk durch Sonnenflares sind möglich.

Woher stammen die Prognosen?

Vom Space Weather Prediction Center der US-Behörde NOAA, das täglich Dreitages- und 27-Tage-Prognosen veröffentlicht.

Warum widersprechen sich manche Meldungen?

Häufig wegen unterschiedlicher Zeitzonen oder weil verschiedene Institute eigene Modelle verwenden. Die NOAA rechnet in UTC, die Schweiz bis 25. Oktober in MESZ, also zwei Stunden später.

Wann ist der nächste starke Sonnensturm zu erwarten?

Das lässt sich nicht langfristig vorhersagen. Starke Stürme entstehen meist durch grosse Sonnenauswürfe, die erst ein bis drei Tage vor dem Eintreffen erkennbar sind. Die 27-Tage-Prognose der NOAA zeigt nur wiederkehrende Muster, etwa die erneute Wirkung eines koronalen Lochs vom 21. bis 23. Oktober mit Kp-Werten bis 4.

Was bedeutet G1 bei einem Magnetsturm?

G1 ist die schwächste Stufe der fünfteiligen NOAA-Skala und entspricht einem Kp-Wert von 5. Laut NOAA sind schwache Schwankungen in Stromnetzen hoher Breiten und geringe Auswirkungen auf Satelliten möglich. Polarlichter zeigen sich bei G1 typischerweise nur in Skandinavien, Schottland oder Kanada.

Spielt die Zeitumstellung eine Rolle für die Prognose?

Ja, beim Umrechnen. Bis Sonntag, 25. Oktober 2026, gilt in der Schweiz die Sommerzeit, also UTC plus zwei Stunden. Ab der Umstellung auf die Winterzeit beträgt der Unterschied zu den NOAA-Angaben nur noch eine Stunde.

Wo finde ich die offiziellen Kp-Werte?

Prognosen veröffentlicht das Space Weather Prediction Center der NOAA, die endgültigen planetaren Kp-Werte berechnet das GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam.

Lesen Sie auch

Verwendete Materialien: NOAA Space Weather Prediction Center 3-Day Forecast vom 13. Oktober 2026, NOAA Forecast Discussion vom 13. Oktober 2026, NOAA 27-Day Outlook vom 12. Oktober 2026, NOAA Space Weather Scales, NASA, GFZ Potsdam, MeteoSchweiz

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