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Am Samstag, 4. Juli 2026, startet mit Bern, Basel und dem Tessin die erste grosse Sommerferienwelle der Schweiz – und am Gotthard-Nordportal in Göschenen bildet sich bereits der klassische Ferien-Stau Richtung Süden. Viasuisse und das Bundesamt für Strassen (ASTRA) rechnen an allen Juli-Wochenenden mit langen Wartezeiten: zehn Kilometer Stau und mehr sind möglich, an Spitzentagen sogar bis zu 15 Kilometer. Wer durch den Gotthard in Richtung Tessin, Italien oder Mittelmeer fährt, muss deshalb rasch zwei bis drei Stunden Zeitverlust einplanen. Entscheidend sind jetzt Abfahrtszeit, Route und Geduld: Neben dem Gotthard bleiben auch die A13 San Bernardino, die A1, A2 und A3 besonders anfällig für Engpässe. Dieser Überblick zeigt, wo es heute in der Schweiz staut, welche Zeitfenster Reisende besser meiden sollten und welche Alternativen sich wirklich lohnen, berichtet die Redaktion von Nume.

Die Lage heute: Erstes Ferienwochenende, erster Härtetest

Der Juli ist traditionell der staureichste Monat auf der Nord-Süd-Achse A2. 2026 kommt alles zusammen: In der Schweiz starten die Kantone Bern, Basel-Stadt, Basel-Landschaft und Tessin am 4. Juli in die Sommerferien. Gleichzeitig beginnt die schulfreie Zeit in neun deutschen Bundesländern, in Belgien und in den Niederlanden. Das Ergebnis: Der gesamte europäische Ferienverkehr Richtung Mittelmeer drückt gleichzeitig auf das Nadelöhr Gotthard.

Konkret bedeutet das für heute und die kommenden Tage:

  • Gotthard-Nordportal (Göschenen, Richtung Süden): Ab den frühen Morgenstunden wächst die Kolonne zwischen Erstfeld und Göschenen. An Samstagen bildet sich der Stau typischerweise ab 6 Uhr, erreicht zwischen 8 und 13 Uhr seinen Höhepunkt und löst sich oft erst am frühen Nachmittag auf.
  • Erwartete Staulängen: 10 bis 15 Kilometer an den Juli-Samstagen. Faustregel: Pro Kilometer Stau rechnen Sie mit rund 10 bis 12 Minuten Wartezeit – 12 Kilometer bedeuten also gut zwei Stunden Zeitverlust.
  • Gesperrte Einfahrten: Bei langen Kolonnen sperrt die Kantonspolizei Uri regelmässig die Einfahrten Wassen und Göschenen, damit niemand den Stau über die Kantonsstrasse umfahren kann. Das Ausweichen durchs Urner Dorfgebiet ist nicht nur nutzlos, sondern wird konsequent unterbunden.

Warum ausgerechnet der Gotthard? Das Nadelöhr in Zahlen

Der Gotthard-Strassentunnel zwischen Göschenen (UR) und Airolo (TI) ist knapp 17 Kilometer lang und der meistbefahrene Alpentunnel Europas – über sechs Millionen Fahrzeuge passieren ihn pro Jahr. Das Problem: Der Tunnel hat nur eine Röhre mit Gegenverkehr. Aus Sicherheitsgründen gilt Tempo 80 mit 150 Metern Mindestabstand, und die Kapazität ist per Dosierampel auf rund 1000 Fahrzeuge pro Stunde und Richtung begrenzt.

An einem durchschnittlichen Tag fahren etwa 17'000 Fahrzeuge durch den Tunnel – an den schlimmsten Sommersamstagen wollen bis zu 30'000 durch. Die Rechnung geht schlicht nicht auf: Sobald mehr Autos ankommen, als die Ampel in Göschenen oder Airolo durchlässt, wächst die Kolonne. Deshalb ist die Frage im Juli nicht, ob es staut, sondern wie lang.

Wichtig zu wissen: Die zweite Gotthard-Röhre ist im Bau, wird den Verkehr aber erst um 2030 entlasten. Bis dahin bleibt das Muster jeden Sommer dasselbe. Im Tunnel selbst gilt zudem wegen einer Baustelle bis Ende 2028 eine temporär reduzierte Fahrbahnbreite – für Ausnahmetransporte relevant, für Personenwagen kaum spürbar.

Stau-Kalender Juli und August 2026: Diese Tage sollten Sie meiden

Die Reisewellen folgen den Ferienstarts – und die sind 2026 klar terminiert. So sieht der kritische Fahrplan für die Nord-Süd-Achse aus:

ZeitraumAuslöserRichtungErwartete Lage
4.–11. JuliFerienstart Bern, Basel, Tessin + NL/BE/DSüden (Nordportal)Täglich Stau, an Wochenenden 10+ km
11.–18. JuliFerienstart Zürich, Luzern, Aargau, UriSüden (Nordportal)Grösste Schweizer Reisewelle, Sa 12.7. bis 15 km
18.–25. JuliHauptreisezeit ganz EuropaSüden (Nordportal)Täglich mehrstündiger Stau, Wochenende 10–15 km
25. Juli – 1. AugustFerienstart Baden-Württemberg & BayernSüden (Nordportal)Staustärkstes Wochenende des Jahres
1.-August-WochenendeNationalfeiertag + deutsche Reisewellebeide RichtungenExtrem; Autoverlad oder Bahn als beste Option
ab 9./10. AugustErste grosse RückreisewelleNorden (Südportal Airolo)Zweistellige Staulängen möglich, bis Ende August
um 15. August (Ferragosto)Italienische FerienspitzeNordenSonntage besonders kritisch, 10+ km
bis Ende AugustRückreiseverkehrNordenAuf der Tessiner Seite über fünf Wochen täglich Stau

Die Erfahrungswerte der letzten Jahre sind eindeutig: In den vier Kernwochen des Juli gab es keinen einzigen Tag ohne mindestens fünf Stunden Stau vor dem Nordportal. Ab Mitte August dreht das Bild – dann steht die Kolonne vor Airolo, und Reisende Richtung Norden brauchen Geduld.

Beste Reisezeiten: Wann Sie am Gotthard freie Fahrt haben

Die gute Nachricht: Auch im Hochsommer gibt es verlässliche Zeitfenster. Nachts zwischen 22 und 5 Uhr ist der Tunnel in 98 Prozent der Fälle staufrei. Wer flexibel ist, plant so:

TagRichtung SüdenRichtung Norden
Montag–DonnerstagBeste Wahl, vor 8 Uhr oder nach 20 Uhr praktisch immer freiBeste Wahl, gleiche Fenster
FreitagVor 9 Uhr oder nach 21 UhrNachmittag meiden
SamstagVor 6 Uhr starten oder erst nach 14–15 Uhr fahrenVor 7 Uhr
SonntagVormittag meist ruhiger als SamstagVor 11 Uhr oder nach 21 Uhr
Nachts (22–5 Uhr)Fast immer freiFast immer frei

Drei Grundregeln für die Planung:

  1. Die Ankunftszeit am Portal zählt, nicht die Abfahrtszeit zu Hause. Rechnen Sie zurück: Wer aus Zürich um 5 Uhr startet, erreicht Göschenen gegen 6.15 Uhr – meist noch vor der grossen Welle. Wer um 7 Uhr losfährt, steht mittendrin.
  2. Die Lage kann in zwei Stunden kippen. Prüfen Sie die Live-Situation unmittelbar vor der Abfahrt und nochmals unterwegs, etwa in der Raststätte Gotthard in Erstfeld.
  3. Zwei Stunden "früher" bringt nichts, wenn alle dieselbe Idee haben. An Extremtagen wie dem 25. Juli oder 1. August ist die einzige echte Ausweichstrategie der Werktag oder die Nacht.

Alternativrouten: Was sich wann wirklich lohnt

Als Faustregel gilt: Ab etwa 7 Kilometern Stau (rund 80 Minuten Wartezeit) beginnen sich Umwege zu rechnen. Darunter bleiben Sie besser in der Kolonne.

A13 über den San Bernardino

Die wichtigste Alternative für Reisende aus Zürich und der Ostschweiz. Die Route führt über Chur durch den San-Bernardino-Tunnel nach Bellinzona und kostet ohne Stau rund 45 bis 60 Minuten mehr als der Gotthard (ab Basel etwa 80 Kilometer Umweg). Der Haken: An starken Ferienwochenenden weicht so viel Verkehr aus, dass auch vor dem San Bernardino Kolonnen entstehen – das Muster gleicht dem Gotthard, nur in kleinerem Massstab. Entscheiden Sie deshalb erst kurz vor der Verzweigung anhand der Live-Daten, nicht schon am Vorabend.

Gotthard-Passstrasse

Die Passstrasse über die Tremola ist offen und landschaftlich ein Erlebnis – aber nur für flexible Autofahrer ohne Zeitdruck. Bei Wohnmobilen, Anhängern oder schlechter Sicht ist sie keine gute Idee, und wenn die Kolonne am Tunnel lang ist, weichen viele auf den Pass aus, sodass auch dort der Verkehr stockt. Rechnen Sie mit mindestens 45 Minuten Mehrzeit gegenüber dem staufreien Tunnel.

Autoverlad Lötschberg und Simplon

Für Reisende aus dem Mittelland, aus Bern und der Westschweiz oft die entspannteste Variante: Auto auf den Zug, durch den Lötschberg (Kandersteg–Goppenstein) und weiter über den Simplon ins Piemont oder via Centovalli ins Tessin. Am 1.-August-Wochenende gilt der Verlad als zuverlässigste Option überhaupt. Prüfen Sie vorab die Taktfrequenz – bei Unterhaltsarbeiten verkehren die Autozüge zeitweise nur im Zweistundentakt statt alle 90 Minuten.

Simplonpass, Nufenen, Grimsel

Wer bereits im Wallis ist, fährt über den Simplonpass direkt nach Domodossola. Nufenen und Grimsel verbinden Wallis und Tessin bzw. Berner Oberland – schöne, aber langsame Höhenrouten, die sich nur lohnen, wenn der Gotthard komplett dicht ist.

Grosser St. Bernhard und Mont Blanc

Für die Romandie führt der schnellste Weg nach Italien gar nicht über den Gotthard: Der Grosse St. Bernhard (Tunnel, mautpflichtig) bringt Sie von Martigny ins Aostatal, der Mont-Blanc-Tunnel von Genf aus nach Courmayeur. Beide haben eigene Ferienspitzen, sind aber meist deutlich weniger belastet als die A2.

Nicht nur Gotthard: Die weiteren Stau-Hotspots der Schweiz

Rund 30 Prozent aller Stauverzögerungen auf dem Nationalstrassennetz entfallen auf nur 3 Prozent der Strecken. Diese Engpässe sollten Sie 2026 auf dem Radar haben:

Grossraum Zürich (A1/A3/A4). Das Limmattaler Kreuz, der Gubristtunnel und das Brüttiseller Kreuz sind die klassischen Pendler-Nadelöhre – werktags 7 bis 9 Uhr und 17 bis 19 Uhr. Verschärfend kommt 2026 die Gesamtsanierung der A1 in Zürich-Grünau zwischen Europabrücke und Anschluss Schlieren dazu: Die Verkehrsführung bleibt bis 2027 reduziert, Zürich-West ist damit ein Dauer-Hotspot. Auch die Sanierung der ersten beiden Gubrist-Röhren läuft noch bis Anfang 2028.

Baregg-Tunnel bei Baden (A1). Morgens Richtung Zürich, abends Richtung Bern – der Baregg gehört zu den staureichsten Abschnitten des Landes. Am Sommerfreitag kommt der Ferienverkehr obendrauf.

Region Basel (A2/A3). Zwischen Hagnau und Augst laufen bis 2028 umfassende Instandsetzungsarbeiten mit Spurabbauten und nächtlichen Einschränkungen – eine der grössten Dauerbaustellen der Region. Dazu kommt an Ferienwochenenden der Grenzverkehr aus Deutschland und Frankreich: Wer aus dem Norden anreist, plant für den Raum Basel 20 bis 40 Minuten Reserve ein.

A1 Mittelland, Wangen an der Aare. Der Ausbau der A1 auf sechs Spuren auf dem 22 Kilometer langen Abschnitt gehört zu den grössten Bauprojekten der Schweiz; 2026 laufen die Hauptarbeiten inklusive einer neuen Aarebrücke – regelmässige Behinderungen zwischen Luterbach und Härkingen sind programmiert.

A2 Lugano–Chiasso. Auf der Tessiner Südstrecke Richtung Italien staut es im Sommer regelmässig vor dem Grenzübergang Chiasso-Brogeda, besonders freitags und samstags Richtung Süden sowie sonntags Richtung Norden.

A3 bei Sissach und A4 Knonaueramt. Beide Abschnitte sind werktags überlastet; im Sommer verstärkt der Ausweichverkehr Richtung Gotthard die Lage auf der A4 zusätzlich.

Rosenberg- und Schorentunnel St. Gallen (A1). 2026 werden die Südröhre des Rosenbergtunnels und die Oströhre des Schorentunnels saniert – für die Ostschweiz und den Verkehr Richtung St. Margrethen ein wiederkehrender Bremsklotz.

Anreise aus dem Norden: Schon vor Basel beginnt die Geduldsprobe

Wer aus Deutschland, Frankreich oder den Benelux-Ländern Richtung Süden fährt, sollte die Etappe bis zum Gotthard nicht unterschätzen. Drei Punkte sind an Ferienwochenenden kritisch:

Grenzübergang Basel/Weil am Rhein (A5/A2). Am Autobahnzoll staut es an Ferien-Samstagen regelmässig schon auf deutscher Seite, verstärkt durch Vignettenkontrollen und den lokalen Einkaufsverkehr. Wer früh dran ist, passiert die Grenze am besten vor 7 Uhr. Der Übergang Rheinfelden (A861/A3) ist an Spitzentagen oft die flüssigere Alternative – von dort geht es über die A3 und den Anschluss Augst zurück auf die A2.

Dauerbaustelle Hagnau–Augst. Direkt nach der Grenze folgt die grösste Baustelle der Region: Spurabbauten und reduzierte Tempolimits bis 2028. In Kombination mit dem Ferienverkehr entsteht hier ein eigener Stauabschnitt, noch bevor die Alpen überhaupt in Sicht sind.

Seelisberg- und Belchentunnel. Auf der A2 zwischen Basel und dem Gotthard liegen zwei weitere wiederkehrende Engpässe: Der Belchentunnel zwischen Egerkingen und Sissach sowie der 9,3 Kilometer lange Seelisbergtunnel zwischen Beckenried und Seedorf. Vor allem der Seelisberg wirkt an starken Tagen als Vor-Filter des Gotthards – wer hier schon steht, weiss, was ihn in Göschenen erwartet. Planen Sie für die Strecke Basel–Göschenen an einem Juli-Samstag realistisch vier statt der üblichen zwei Stunden ein.

Alternative Bahn: Ohne Auto durch die Alpen

Für alle, die im Tessin oder in Norditalien kein eigenes Auto brauchen, ist die Bahn im Juli die planbarste Option. Durch den Gotthard-Basistunnel fahren Sie von Zürich nach Lugano in rund zwei Stunden, nach Mailand in etwas mehr als drei – unabhängig von jeder Blechlawine. An Spitzentagen sind die Züge Richtung Süden allerdings stark ausgelastet: Sitzplatzreservation für den EuroCity nach Italien frühzeitig buchen, bei Interregio-Verbindungen die Randzeiten nutzen.

Zwei Varianten für Kombinierer:

  • Autoverlad statt Autobahn: Wie oben beschrieben, ersetzt der Verlad am Lötschberg die Fahrstrecke durchs Nadelöhr – das Auto ist trotzdem am Ziel dabei.
  • Panoramafahrt statt Basistunnel: Der Gotthard Panorama Express über die Bergstrecke ist langsamer, aber an Stautagen immer noch schneller als die Kolonne – und deutlich schöner.

Planung für Familien und Camper: Der Stau als Kalkulationsposten

Wer mit Kindern, Hund oder Wohnmobil unterwegs ist, sollte den Stau nicht als Risiko, sondern als festen Kalkulationsposten behandeln. Das heisst konkret:

  1. Check-in-Zeiten mit Puffer buchen. Ein Ferienhaus mit Ankunft "bis 18 Uhr" und eine Abfahrt um 9 Uhr am Samstag passen im Juli nicht zusammen. Entweder späten Check-in vereinbaren oder die Anreise auf den Freitagabend vorziehen.
  2. Verpflegung für drei Stunden an Bord. Wasser, Snacks, Sonnenschutz für die Kinder auf der Rückbank – im Stau vor Göschenen gibt es keine spontane Ausfahrt mehr, sobald Wassen gesperrt ist.
  3. Letzte Pausen bewusst setzen. Die Raststätte Gotthard in Erstfeld ist der letzte grosse Halt vor dem Nordportal, auf der Südseite bietet sich Bellinzona vor der Rückreise an. Wer die Live-Lage dort nochmals prüft, entscheidet auf Basis aktueller Daten statt veralteter Prognosen.
  4. Wohnmobile und Gespanne: Passstrassen wie Tremola, Nufenen oder Grimsel sind mit grossen Fahrzeugen kein Vergnügen und bei Gegenverkehr teils heikel. Für Camper gilt fast immer: Tunnel abwarten oder A13 – nicht der Pass.
  5. Elektroautos: Vor dem Nadelöhr laden, nicht danach. An Stautagen sind die Schnelllader in Erstfeld und im Urner Talboden gut besucht; wer mit 80 Prozent Akku in die Kolonne rollt, fährt entspannter.

Richtig verhalten im Stau: Diese Regeln gelten

  • Rettungsgasse bilden, sobald der Verkehr stockt: auf zweispurigen Abschnitten zwischen linker und rechter Spur, bei drei Spuren zwischen der linken und den übrigen.
  • Im Tunnelstau: Motor abstellen, im Fahrzeug bleiben, Radio auf den Verkehrsfunk.
  • Nicht über die Kantonsstrasse ausweichen. Im Urner Reusstal werden die Ausfahrten bei Stau gesperrt; wer es trotzdem versucht, steht im Dorfverkehr und riskiert Bussen.
  • Vignette nicht vergessen: Auf den Nationalstrassen gilt die Vignettenpflicht (CHF 40, auch als E-Vignette erhältlich) – Kontrollen an den Grenzen sind im Sommer häufig.
  • Für Camper und Gespanne: Passstrassen kritisch prüfen, genug Wasser und Verpflegung an Bord, an Extremtagen bewusst eine lange Pause vor dem Engpass einplanen statt in der Kolonne zu stehen.
  • LKW-Fahrer: Das Nachtfahrverbot für schwere Motorwagen über 3,5 Tonnen gilt von 22 bis 5 Uhr – auch auf den Umleitungsstrecken.

Live-Informationen: Diese Quellen zählen

Verlassen Sie sich nicht auf die Prognose allein – am Gotthard entscheidet die Lage der letzten zwei Stunden. Die wichtigsten Kanäle:

QuelleWas sie bietet
TCS Verkehrsinfo (tcs.ch)Live-Staukarte, Staulängen in km, Webcams Göschenen & Airolo
ViasuisseOffizieller Verkehrsdienst, Prognosen und Meldungen (u. a. via SRF-Verkehrsfunk)
ASTRABaustellen, Sperrungen, offizielle Reiseempfehlungen
gotthard-traffic.chLive-Status beider Portale, minütlich aktualisiert
Navigations-AppsGoogle Maps & Co. für die Feinsteuerung – Umleitungsempfehlungen aber kritisch prüfen

Ein praktischer Ablauf: Am Vorabend die Prognose checken, das Zeitfenster festlegen, am Reisetag zwei Stunden vor Ankunft am Portal die Live-Lage prüfen – und dann konsequent entscheiden: durchfahren, Pause machen oder auf die A13 respektive den Autoverlad ausweichen.

Häufige Fragen (FAQ)

Stau in der Schweiz am ersten Ferienwochenende: Wo es am Gotthard, auf der A13 und rund um Zürich und Basel stockt, wann Sie fahren sollten und welche Alternativrouten jetzt wirklich Zeit sparen.

Wie lange steht man aktuell am Gotthard im Stau? An den Juli-Wochenenden 2026 müssen Sie vor dem Nordportal mit 10 bis 15 Kilometern Stau rechnen – das entspricht etwa zwei bis drei Stunden Wartezeit. Unter der Woche sind es meist wenige Kilometer, nachts ist der Tunnel fast immer frei.

Wann ist die beste Zeit, um durch den Gotthard zu fahren? Montag bis Donnerstag, jeweils vor 8 Uhr oder nach 20 Uhr. Nachts zwischen 22 und 5 Uhr ist die Strecke in 98 Prozent der Fälle staufrei. An Samstagen gilt: vor 6 Uhr am Portal sein oder erst nach 14 Uhr fahren.

Lohnt sich die A13 über den San Bernardino? Ja, ab etwa 7 Kilometern Stau am Gotthard. Die Route dauert ohne Verkehr rund 45 bis 60 Minuten länger. An Extremwochenenden kann aber auch der San Bernardino überlastet sein – entscheiden Sie anhand der Live-Daten kurz vor der Verzweigung.

Ist der Gotthard-Tunnel im Sommer 2026 nachts gesperrt? Nein. Die letzten planmässigen Nachtsperrungen fanden Ende Juni statt. Von Juli bis September ist keine Sperrung vorgesehen – das Risiko sind ausschliesslich die Ferienstaus.

Wann beginnt die Rückreisewelle Richtung Norden? Ab dem Wochenende vom 9./10. August verlagert sich der Stau ans Südportal in Airolo. Bis Ende August ist dort täglich mit Kolonnen zu rechnen, an Sonntagen mit 10 und mehr Kilometern. Wer zurück in die Deutschschweiz will, fährt am besten werktags oder frühmorgens.

Welche Stau-Hotspots gibt es neben dem Gotthard? Vor allem der Grossraum Zürich (Gubrist, Limmattaler Kreuz, Baregg), die Region Basel (Baustelle Hagnau–Augst), die A1 im Mittelland bei Wangen an der Aare, die A2 vor Chiasso und die A13 am San Bernardino an Ferienwochenenden.

Der Sommer 2026 bringt am Gotthard das bekannte Bild – nur früher und dichter, weil die Schweizer Ferienstarts mit denen Deutschlands und der Benelux-Länder zusammenfallen. Die wichtigste Erkenntnis aus den Verkehrsdaten der letzten Jahre: Nicht die Wahl zwischen Gotthard und San Bernardino entscheidet über Ihre Reisezeit, sondern der Wochentag und die Uhrzeit. Wer zwischen Montag und Donnerstag fährt, früh startet oder die Nacht nutzt, spart an einem Juli-Wochenende locker zwei bis drei Stunden. Wer am Samstagvormittag ins Auto steigt, steht – egal auf welcher Route. Prüfen Sie vor der Abfahrt die Live-Lage bei TCS oder Viasuisse, halten Sie den Autoverlad als Plan B bereit und planen Sie die Ankunft am Tunnelportal, nicht die Abfahrt zu Hause. Dann bleibt der Mega-Stau dieses Jahr ein Problem der anderen.

Bleiben Sie informiert – Relevantes. Jeden Tag. Lesen Sie, worum es heute wirklich geht – in der Schweiz und der Welt: Gotthard-Stau im Juli 2026: An diesen Tagen wird es am schlimmsten

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