Beim Kilchberger Schwinget vom 5. September 2026 stand Sascha Ruefer nicht mehr als Moderator am Sägemehlrand: SRF setzte bei einem der wichtigsten Schwinganlässe des Jahres auf Fabienne Gyr. Der Wechsel war keine kurzfristige Vertretung, sondern Teil einer personellen Neuordnung bei den grossen Schwingfesten. SRF begründet den Entscheid mit der Einsatzplanung, verfügbaren Ressourcen und Ruefers zahlreichen Aufgaben rund um die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft. Damit wurde in Kilchberg erstmals deutlich sichtbar, wie SRF die Moderationsrollen im Schwingen neu verteilt, über den Wechsel berichtet auch NUME.CH.
Die 38-jährige Fabienne Gyr führte das Fernsehpublikum in Kilchberg durch den langen Wettkampftag, während Stefan Hofmänner kommentierte und Christian Schuler sowie Adrian Käser das Geschehen fachlich einordneten. Genau diese Besetzung hatte SRF bereits vor dem Anlass in seinem Programm zum Kilchberger Schwinget angekündigt. Ruefer, 54, bleibt gleichzeitig eng mit SRF Sport verbunden: Bei der Fussball-WM 2026 kommentierte er die Spiele der Schweizer Nationalmannschaft live vor Ort. Der Entscheid betrifft deshalb seine Rolle bei den grossen Schwingfesten, nicht seine Position als Fussballkommentator.
Der Wechsel von Ruefer zu Gyr ist eine Verschiebung innerhalb des SRF-Sportteams und kein Abschied Ruefers vom Sender.
Warum SRF Sascha Ruefer bei den Schwingfesten ersetzt
SRF-Mediensprecher Roger Muntwyler nennt gegenüber Blick organisatorische Gründe für die Neubesetzung. Ruefer sei wegen seiner verschiedenen Aufgaben, insbesondere rund um die Nationalmannschaft, in den vergangenen Jahren nur punktuell als SRF Schwing-Moderator eingesetzt worden. Gyr habe den Schwingsport dagegen während der Saison kontinuierlich begleitet und bringe durch ihre Arbeit in der entsprechenden SRF-Berichterstattung bereits Erfahrung mit der Materie mit.
«Überlegungen zur personellen Planung und zum Einsatz der verfügbaren Ressourcen.»
(Roger Muntwyler, SRF-Mediensprecher, gegenüber Blick)
Hinter der offiziellen Begründung stehen damit drei konkrete Punkte:
- Ruefer hat ein umfangreiches Einsatzgebiet im Fussball und rund um die Schweizer Nationalmannschaft.
- SRF will seine personellen Ressourcen über verschiedene Sportarten und Formate verteilen.
- Gyr begleitet Schwingen bereits regelmässig und ist in der redaktionellen Berichterstattung über die Sportart verankert.
Dass Ruefers Fussballaufgaben erheblich sind, lässt sich am SRF-Programm für 2026 nachvollziehen. Bei der Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA kommentierte er die Schweizer Spiele vor Ort; SRF führte ihn zudem im Kommentatoren-Team für das Turnier. Diese Rolle bleibt von der Änderung beim Schwingen getrennt.
Für Zuschauer ist deshalb entscheidend: Sascha Ruefer verliert nicht seine Funktion als Stimme der Schweizer Fussball-Nati.
Fabienne Gyr war schon vor Kilchberg im Schwingen präsent
Der Einsatz beim Kilchberger Schwinget kam für Gyr nicht ohne Vorbereitung. SRF hatte sie 2026 bereits regelmässig für seine Schwing-Berichterstattung eingeplant. Gemeinsam mit Stefan Hofmänner gehört sie zum Personal von «Schwingklub – der Talk», wo aktuelle Ereignisse, Schwingklubs und Hintergründe mit Gästen und Experten behandelt werden. Auf der Schwingen-Seite von SRF sind die entsprechenden Sendungen und Beiträge Teil des laufenden Saisonangebots.
SRF übertrug 2026 sämtliche Teilverbands- und Bergkranzfeste und machte den Kilchberger Schwinget zum Saisonhöhepunkt seines Liveprogramms. Für Kilchberg kündigte der Sender Gyr ausdrücklich als Moderatorin an. Sie war damit nicht nur für einzelne Interviews vorgesehen, sondern führte das TV-Publikum durch die Übertragung.
| Aufgabe bei SRF | Sascha Ruefer | Fabienne Gyr |
|---|---|---|
| Grosse Schwingfeste | künftig nicht mehr die bevorzugte Moderationsbesetzung | übernimmt die Moderationsrolle |
| Fussball-Nationalmannschaft | Kommentator der Schweizer Spiele | keine vergleichbare Funktion |
| Schwing-Saisonformate | zuletzt nur punktuelle Moderation | kontinuierliche Begleitung |
| Schwingklub – der Talk | keine zentrale Moderationsrolle | Teil des Moderationsteams |
| Kilchberg 2026 | nicht als Moderator eingesetzt | führte durch das TV-Programm |
Die Tabelle zeigt auch, weshalb die Personalentscheidung nicht als vollständiger Ersatz Ruefers innerhalb von SRF Sport zu verstehen ist. Beide arbeiten in unterschiedlichen Schwerpunkten weiter.
Wie Sascha Ruefer auf den SRF-Entscheid reagiert
Ruefer stellt die Entscheidung seines Arbeitgebers öffentlich nicht infrage. Gegenüber Blick machte er deutlich, dass Personalentscheide zum Beruf gehören und er die neue Rollenverteilung akzeptiert. Einen offenen Konflikt zwischen ihm, Gyr und SRF gibt es nach den bisher veröffentlichten Aussagen nicht.
«Mein Job ist kein Wunschkonzert.»
(Sascha Ruefer, gegenüber Blick)
Ruefer sagte zudem über seine Nachfolgerin: «Fabienne erhält meine volle Unterstützung.» Damit weist seine Reaktion in eine andere Richtung als die zugespitzte Darstellung, er sei persönlich mit Gyr in Konkurrenz geraten. Der personelle Entscheid liegt beim Sender.
Fabienne Gyr übernimmt eine bisher mit Ruefer verbundene Aufgabe, während Ruefers bedeutendste Fussballfunktion bei SRF bestehen bleibt.
Ruefers Verbindung zum Schwingen reicht dennoch deutlich weiter zurück als nur bis zur Saison 2026. Nach Angaben von Blick trat er seit dem Eidgenössischen Schwing- und Älplerfest 2013 in Burgdorf auch bei grossen Schwinganlässen als Moderator in Erscheinung. Beim ESAF in Mollis arbeitete er unter anderem mit den früheren Schwingerkönigen Christian Stucki und Matthias Sempach zusammen.
Was sich nach dem Kilchberger Schwinget konkret ändert
Die personelle Rochade wurde ausgerechnet beim wichtigsten Schwingtermin des Jahres 2026 sichtbar. Das Kilchberger Schwinget fand am 5. September zum 18. Mal seit 1927 statt; 60 Schwinger aus allen Teilverbänden nahmen teil. SRF zeigte sämtliche Gänge live und begann die TV-Übertragung bereits am Morgen.
Samuel Giger gewann den Anlass gegen Marcel Bieri im Schlussgang. Für die langfristige SRF-Planung war aber vor allem die Besetzung vor der Kamera auffällig: Hofmänner blieb Kommentator, Gyr übernahm die Moderation, während Ruefer fehlte. Der Wechsel betraf damit eine klar definierte Funktion innerhalb einer umfangreichen Liveproduktion.
Für die kommenden Jahre sind weitere eidgenössische Grossanlässe terminiert. Im offiziellen Kalender des Eidgenössischen Schwingerverbandes ist beispielsweise das ESAF 2031 für den 30. und 31. August vorgesehen. Auch das Unspunnen-Schwinget 2029 ist für Ende August angesetzt. Eine langfristige Moderationsgarantie für einzelne SRF-Personen lässt sich aus diesen Terminen allerdings nicht ableiten.
- Ruefer bleibt im Fussball prominent eingesetzt.
- Gyr erhält bei den grossen Schwingübertragungen mehr Verantwortung.
- SRF führt die Entscheidung offiziell auf Personal- und Ressourcenplanung zurück.
- Gyrs bisherige Beschäftigung mit dem Schwingsport gehört ausdrücklich zur Begründung des Senders.
- Ein persönlicher Konflikt zwischen Ruefer und Gyr ist durch die veröffentlichten Aussagen nicht belegt.
Was Google-Nutzer zum Wechsel bei SRF wissen wollen
Warum moderiert Sascha Ruefer Schwingen nicht mehr?
SRF begründet die Änderung mit personeller Planung und dem Einsatz verfügbarer Ressourcen. Ruefer hat zahlreiche Verpflichtungen im Fussball, besonders rund um die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft, während Gyr den Schwingsport während der Saison kontinuierlich begleitet.
Wer ersetzt Sascha Ruefer beim Schwingen?
Fabienne Gyr hat die Moderationsrolle bei den grossen Schwingübertragungen übernommen. Beim Kilchberger Schwinget vom 5. September 2026 führte sie offiziell durch das SRF-Fernsehprogramm.
Ist Sascha Ruefer nicht mehr bei SRF?
Nein. Ruefer arbeitet weiterhin für SRF Sport und bleibt insbesondere als Fussballkommentator präsent. Bei der WM 2026 kommentierte er die Partien der Schweizer Nationalmannschaft live vor Ort.
Welche Erfahrung hat Fabienne Gyr im Schwingen?
Gyr begleitet die Sportart bereits im SRF-Programm und moderiert gemeinsam mit Stefan Hofmänner das Format «Schwingklub – der Talk». Dort werden aktuelle Entwicklungen, Vereine und Hintergrundthemen mit Experten und Gästen behandelt.
Hat Sascha Ruefer den Entscheid kritisiert?
Öffentlich nicht. Ruefer erklärte, die Entscheidung des Senders akzeptieren zu müssen, und sagte Fabienne Gyr ausdrücklich seine Unterstützung zu.
Betrifft der Wechsel auch Ruefers Fussball-Job?
Nein. Die bisher veröffentlichten Informationen beziehen sich auf seine Moderation bei grossen Schwingfesten. Seine Tätigkeit als Kommentator der Schweizer Nationalmannschaft ist davon getrennt und wurde von SRF 2026 weiterhin ausdrücklich ausgewiesen.
Verwendete Materialien: SRF Sport, SRF Medienportal, Eidgenössischer Schwingerverband, Blick, 20 Minuten, Südostschweiz
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