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Die Zeitumstellung 2026 in der Schweiz findet in der Nacht auf Sonntag, 25. Oktober, statt: Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt, die Nacht dauert damit eine Stunde länger, und ab dann gilt wieder die Normalzeit, umgangssprachlich Winterzeit genannt. Das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS bestätigt den Termin, der Schweiz und den Nachbarländern ist er seit Jahren gemeinsam. Spürbar wird die Umstellung vor allem beim Tageslicht: In Zürich geht die Sonne am Samstag, 24. Oktober, um 7.57 Uhr auf und um 18.21 Uhr unter, am Montag, 26. Oktober, bereits um 7 Uhr auf und um 17.18 Uhr unter. Der Feierabend verschiebt sich damit schlagartig in die Dämmerung, während es am Morgen eine Stunde früher hell wird. In Genf ist es am Montagabend bis 17.30 Uhr hell, in St. Gallen nur bis 17.14 Uhr. Ab dem 7. November geht die Sonne in Zürich vor 17 Uhr unter, Anfang Dezember bereits um 16.34 Uhr, ab Mitte November liegt der Arbeitsweg morgens vor 7 Uhr und abends nach 17.30 Uhr praktisch komplett im Dunkeln. Die Zeitumstellung in der Schweiz ändert die Tageslänge nicht, sie verschiebt nur das Licht im Tagesablauf, wie die Redaktion von nume.ch auf Basis astronomischer Berechnungen für die grossen Schweizer Städte berichtet.

Für den Alltag bedeutet die Zeitumstellung 2026 mehr als eine Stunde Schlaf. Wer morgens pendelt, fährt ab Montag im Hellen, wer abends nach Hause fährt, im Dunkeln. Genau in diese Zeit fällt der dichteste Berufsverkehr, und auch Wildtiere sind in der Dämmerung am aktivsten. Kinder kommen auf dem Heimweg von der Schule oder vom Training häufiger in der Dämmerung nach Hause. Velofahrende brauchen ab Montag auf fast jedem Feierabendweg Licht, Haushalte müssen Heizungssteuerungen, Zeitschaltuhren und ältere Autouhren von Hand umstellen. Am selben Wochenende laufen in Luzern der SwissCityMarathon und am Gotthard die Rückreisewelle aus den Herbstferien, wer am Sonntag früh startet, profitiert von der zusätzlichen Stunde. Politisch bleibt die Umstellung trotz jahrelanger Debatte bestehen: Die EU-Kommission hat bereits im März 2026 die verbindlichen Umstellungstermine bis 2031 veröffentlicht, die Mitgliedstaaten haben sich im Rat nie auf eine gemeinsame Position zur Abschaffung geeinigt. Die Schweiz richtet sich seit 1981 nach den Nachbarländern, um keine Zeitinsel zu werden. Für Reisende kommt eine Besonderheit hinzu: Die USA stellen erst am 1. November um, eine Woche lang ist der Abstand nach New York deshalb nur fünf statt sechs Stunden. Wer sich merken will, in welche Richtung die Uhr läuft, hält sich an die einfache Regel: Im Frühling wird die Uhr vorgestellt, im Herbst zurückgestellt. Dieser Überblick zeigt, wie sich das Tageslicht in Zürich, Bern, Basel, Luzern, St. Gallen, Genf, Lugano und Chur verändert, welche Termine bis 2031 gelten, was rechtlich hinter der Schweizer Zeit steckt und wie sich Pendler, Eltern, Velofahrer und Autofahrer auf die dunklen Abende einstellen.

Wann die Uhren am 25. Oktober 2026 umgestellt werden

Die Umstellung erfolgt immer in der Nacht vom letzten Samstag auf den letzten Sonntag im Oktober. 2026 fällt sie auf den 25. Oktober. Um 3 Uhr Sommerzeit springt die Uhr auf 2 Uhr Normalzeit, die Stunde zwischen 2 und 3 Uhr wird also zweimal durchlaufen. Offiziell unterscheidet die Schweiz zwischen Sommerzeit und Normalzeit, die Normalzeit entspricht der Mitteleuropäischen Zeit (MEZ), also der koordinierten Weltzeit plus eine Stunde.

Uhr vor oder zurück: die Eselsbrücken

Die Frage, ob die Uhr vor- oder zurückgestellt wird, gehört jedes Jahr zu den häufigsten Suchanfragen rund um die Umstellung. Im Herbst geht es zurück, im Frühling vor. Hilfreich sind einfache Merksätze, die sich seit Jahrzehnten halten.

  • Im Frühling stellt man die Gartenmöbel vor das Haus, im Herbst zurück in den Keller
  • Im Sommer ist es wärmer, also plus eine Stunde, im Winter kälter, also minus eine Stunde
  • Die Uhr folgt der Temperatur: Im Herbst sinkt sie, also geht die Uhr zurück
  • Herbst: eine Stunde mehr Schlaf, Frühling: eine Stunde weniger

Was in der Nacht genau passiert

Der Sonntag hat 25 Stunden. Wer um 2.30 Uhr auf die Uhr schaut, sieht diese Zeit zweimal: einmal in Sommerzeit, einmal eine Stunde später in Normalzeit. Für Systeme, die mit Uhrzeiten arbeiten, ist das eine bekannte Fehlerquelle. Fahrpläne, Dienstpläne und Zeiterfassungen behandeln die doppelte Stunde deshalb gesondert.

Ablauf in der Nacht auf SonntagUhrzeit
Samstagabend, letzte Stunde Sommerzeit beginnt2 Uhr Sommerzeit
Ende der Sommerzeit3 Uhr Sommerzeit
Uhr springt zurück2 Uhr Normalzeit
Zweites Mal 2 bis 3 Uhrin Normalzeit
Sonntag, Sonnenaufgang in Zürichrund 6.58 Uhr Normalzeit

Smartphones, Computer, Fernseher mit Internetverbindung und funkgesteuerte Uhren stellen sich automatisch um. Welche Geräte von Hand umgestellt werden müssen und was Bahn und Flugverkehr in dieser Nacht ändern, hat die Redaktion bereits im Beitrag zur Winterzeit 2026 mit SBB und Flugverkehr zusammengestellt.

Wie sich das Tageslicht in den Schweizer Städten verändert

Der eigentliche Effekt der Zeitumstellung 2026 zeigt sich an den Sonnenzeiten. Die Tageslänge ändert sich durch die Umstellung nicht, sie nimmt im Herbst ohnehin um rund drei Minuten pro Tag ab. Verschoben wird nur, wann das Licht in den Tagesablauf fällt. Die folgenden Werte sind für das Stadtzentrum berechnet, Unterschiede von ein bis zwei Minuten je nach Quelle sind normal.

Vor und nach der Umstellung: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang

StadtSamstag, 24. OktoberMontag, 26. OktoberTageslänge am Montag
Zürich7.57 bis 18.21 Uhr7.00 bis 17.18 Uhr10 Stunden 17 Minuten
Bern8.01 bis 18.26 Uhr7.04 bis 17.23 Uhr10 Stunden 19 Minuten
Basel8.01 bis 18.25 Uhr7.04 bis 17.21 Uhr10 Stunden 17 Minuten
Luzern7.57 bis 18.23 Uhr7.00 bis 17.19 Uhr10 Stunden 19 Minuten
St. Gallen7.54 bis 18.18 Uhr6.57 bis 17.14 Uhr10 Stunden 17 Minuten
Chur7.52 bis 18.18 Uhr6.55 bis 17.15 Uhr10 Stunden 19 Minuten
Genf8.05 bis 18.33 Uhr7.07 bis 17.30 Uhr10 Stunden 22 Minuten
Lugano7.53 bis 18.22 Uhr6.56 bis 17.19 Uhr10 Stunden 23 Minuten

Auffällig ist das West-Ost-Gefälle. Genf liegt am westlichen Rand der Mitteleuropäischen Zeitzone, dort geht die Sonne rund 10 bis 15 Minuten später auf und unter als in St. Gallen oder Chur. Lugano profitiert von der südlicheren Lage und hat den längsten Tag der acht Städte.

Bis zur Wintersonnenwende: wann es noch früher dunkel wird

Nach der Umstellung schrumpft das Tageslicht weiter, bis zur Wintersonnenwende am 21. Dezember. In Zürich geht die Sonne ab dem 7. November vor 17 Uhr unter. Den frühesten Sonnenuntergang erlebt die Stadt Anfang bis Mitte Dezember mit 16.34 Uhr, den spätesten Sonnenaufgang erst rund um den Jahreswechsel mit 8.13 Uhr. Das liegt an der sogenannten Zeitgleichung, der leicht wechselnden Geschwindigkeit der Erde auf ihrer Bahn um die Sonne.

  • 7. November: erster Sonnenuntergang in Zürich vor 17 Uhr
  • Anfang Dezember: frühester Sonnenuntergang in Zürich um 16.34 Uhr
  • 21. Dezember: kürzester Tag, in Zürich 8 Stunden 26 Minuten zwischen 8.10 und 16.37 Uhr
  • 21. Dezember in Lugano: 8 Stunden 37 Minuten, in Genf 8 Stunden 36 Minuten
  • Ende Dezember bis Anfang Januar: spätester Sonnenaufgang in Zürich um 8.13 Uhr

Wer die dunkle Jahreszeit für Ausflüge nutzt, plant Wanderungen und Velotouren so, dass er vor 16.30 Uhr zurück ist. Im Gebirge wird es im Schatten der Talflanken oft deutlich früher dunkel als im Flachland.

Zeitumstellung Schweiz 2026: Tageslicht in Zürich von September bis April als Infografik
Sprung im Tageslicht: Sonnenaufgang und Sonnenuntergang in Zürich von September bis April, mit den Sprüngen bei der Zeitumstellung im Oktober und im März (Infografik).

Ab wann der Arbeitsweg im Dunkeln liegt

Für Pendler zählt nicht nur der Sonnenuntergang, sondern das Ende der bürgerlichen Dämmerung. Bis dahin reicht das Restlicht noch aus, um ohne Strassenbeleuchtung Konturen zu erkennen, danach ist es praktisch dunkel. Am Morgen gilt das Gleiche umgekehrt. Die folgenden Werte zeigen, wie sich die Lichtverhältnisse für den typischen Arbeitsweg zwischen 7 und 8 Uhr sowie zwischen 17 und 18.30 Uhr bis zur nächsten Umstellung entwickeln.

Morgens und abends in Zürich bis März 2027

DatumBeginn DämmerungSonnenaufgangSonnenuntergangEnde Dämmerung
Montag, 26. Oktober6.28 Uhr7.00 Uhr17.18 Uhr17.50 Uhr
Montag, 16. November6.57 Uhr7.31 Uhr16.48 Uhr17.22 Uhr
Dienstag, 1. Dezember7.16 Uhr7.52 Uhr16.37 Uhr17.12 Uhr
Montag, 21. Dezember7.33 Uhr8.10 Uhr16.37 Uhr17.13 Uhr
Freitag, 15. Januar 20277.33 Uhr8.09 Uhr17.01 Uhr17.36 Uhr
Montag, 15. Februar 20276.59 Uhr7.31 Uhr17.48 Uhr18.20 Uhr
Samstag, 27. März 20275.44 Uhr6.15 Uhr18.47 Uhr19.19 Uhr

Ab Mitte November liegt damit in Zürich sowohl der Weg zur Arbeit vor 7 Uhr als auch der Heimweg nach 17.30 Uhr im Dunkeln. Ab Mitte Februar entspannt sich die Lage am Abend wieder deutlich, bevor die nächste Umstellung im März die hellen Abende zurückbringt.

Bern, Basel und Genf im Vergleich

In Bern und Basel liegen die Zeiten jeweils drei bis fünf Minuten später als in Zürich, in Genf rund zehn bis fünfzehn Minuten. Am kürzesten Tag endet die Dämmerung in Bern um 17.19 Uhr, in Basel um 17.17 Uhr und in Genf um 17.27 Uhr. Am Morgen beginnt sie am 21. Dezember in Bern um 7.36 Uhr, in Basel um 7.38 Uhr und in Genf um 7.39 Uhr.

  • Bern, 26. Oktober: Sonnenaufgang 7.04 Uhr, Sonnenuntergang 17.23 Uhr, Dämmerung bis 17.55 Uhr
  • Basel, 26. Oktober: Sonnenaufgang 7.04 Uhr, Sonnenuntergang 17.21 Uhr, Dämmerung bis 17.54 Uhr
  • Genf, 26. Oktober: Sonnenaufgang 7.07 Uhr, Sonnenuntergang 17.30 Uhr, Dämmerung bis 18.01 Uhr
  • Bern, 1. Dezember: Sonnenuntergang 16.43 Uhr, Dämmerung bis 17.18 Uhr
  • Genf, 15. Februar 2027: Sonnenuntergang 18 Uhr, Dämmerung bis 18.31 Uhr

Welche Termine für die Zeitumstellung bis 2031 gelten

Die Umstellungstermine folgen einer festen Regel: Beginn der Sommerzeit am letzten Sonntag im März, Ende am letzten Sonntag im Oktober, jeweils in der Nacht. Die EU-Kommission hat im März 2026 die Daten für die Jahre 2027 bis 2031 veröffentlicht, die Schweiz übernimmt dieselben Termine.

Alle Umstellungen von 2027 bis 2031

JahrBeginn Sommerzeit, Uhr vorEnde Sommerzeit, Uhr zurück
2027Sonntag, 28. MärzSonntag, 31. Oktober
2028Sonntag, 26. MärzSonntag, 29. Oktober
2029Sonntag, 25. MärzSonntag, 28. Oktober
2030Sonntag, 31. MärzSonntag, 27. Oktober
2031Sonntag, 30. MärzSonntag, 26. Oktober

Die nächste Umstellung nach dem 25. Oktober 2026 erfolgt damit in der Nacht auf Sonntag, 28. März 2027. Dann wird die Uhr um 2 Uhr auf 3 Uhr vorgestellt, die Nacht ist eine Stunde kürzer. Wer im Frühling 2027 Reisen oder Nachtschichten plant, sollte diesen Termin früh eintragen. Rückblick und Hintergründe zur letzten Frühlingsumstellung liefert unser Beitrag zur Sommerzeit 2026 in der Schweiz.

Was die veröffentlichten Daten bedeuten

Die Veröffentlichung bis 2031 ist eine Planungshilfe für Verkehr, Wirtschaft und Verwaltung. Sie bedeutet nicht, dass die Umstellung bis 2031 garantiert ist. Würde sich die EU auf eine Abschaffung einigen, bräuchte es eine Übergangsfrist, damit Fahrpläne, Software und Verträge angepasst werden können. Für die Schweiz gilt bis auf Weiteres die bestehende Regelung.

  • Fahrpläne im internationalen Bahn- und Flugverkehr werden über ein Jahr im Voraus erstellt
  • Softwarehersteller hinterlegen Zeitzonenregeln in Betriebssystemen und Datenbanken
  • Arbeitsverträge, Schichtpläne und Tarife für Nachtarbeit beziehen sich auf die gesetzliche Zeit

Warum die Schweiz die Uhren umstellt

Die Sommerzeit war in der Schweiz lange umstritten. Am 28. Mai 1978 stimmte das Volk über ein Zeitgesetz ab, das den Bundesrat ermächtigt hätte, die Sommerzeit einzuführen, sobald sich die Nachbarländer auf gemeinsame Termine geeinigt haben. Die Befürworter argumentierten mit Grenzgängern, Tourismus, Bahnverkehr und Handel und warnten vor einer Zeitinsel Schweiz, die Gegner vor allem mit Nachteilen für die Landwirtschaft. Das Gesetz wurde abgelehnt.

Die Zeitinsel von 1980

Die Folge war ein Sommer, der in der Schweizer Verkehrsgeschichte bis heute erzählt wird. 1980 stellten Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien die Uhren um, die Schweiz nicht. Das Land lag damit einen Sommer lang eine Stunde hinter allen Nachbarn. Fahrpläne mussten doppelt geführt werden, Grenzgänger lebten mit zwei Uhrzeiten, internationale Züge und Flüge mussten umgerechnet werden. Bundesrat und Parlament setzten danach die Angleichung durch, seit 1981 stellt auch die Schweiz die Uhren um.

«Bis auf weiteres gelte die bestehende Zeitregelung» (Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS, zitiert im Blick zur Debatte um die Abschaffung der Zeitumstellung)

Wer in der Schweiz die Zeit bestimmt

Zuständig für die gesetzliche Zeit ist das METAS in Bern-Wabern. Es betreibt Atomuhren, die die koordinierte Weltzeit für die Schweiz realisieren, und verbreitet die offizielle Zeit über verschiedene Kanäle. Bundesrat und Parlament haben bei der Einführung der Mitteleuropäischen Zeit Ende des 19. Jahrhunderts und bei der Einführung der Zeitumstellung jeweils entschieden, sich den Nachbarländern anzupassen, vor allem aus wirtschaftlichen Gründen. Eine eigene Schweizer Lösung würde Wirtschaft, Verkehr, Tourismus und Kommunikation erschweren.

Wie die Debatte über die Abschaffung steht

Die Diskussion um ein Ende der Zeitumstellung läuft seit 2018. Damals sprachen sich in einer öffentlichen Konsultation der EU-Kommission 84 Prozent der Teilnehmenden für die Abschaffung aus, die Konsultation war allerdings nicht repräsentativ und nicht bindend. Die Kommission legte einen Vorschlag vor, das Europäische Parlament stimmte 2019 mit 410 zu 192 Stimmen bei 51 Enthaltungen zu.

Warum nichts passiert

Für eine Abschaffung braucht es neben dem Parlament auch eine Einigung der Mitgliedstaaten im Rat der EU. Diese kam nie zustande. Umstritten ist vor allem, welche Zeit danach gelten soll: dauerhafte Sommerzeit mit hellen Abenden und dunklen Wintermorgen oder dauerhafte Normalzeit mit hellen Morgen und sehr frühen Sonnenaufgängen im Sommer. Hinzu kommt die Sorge vor einem Flickenteppich unterschiedlicher Zeiten in benachbarten Ländern.

JahrSchritt
2018EU-Konsultation, 84 Prozent für Abschaffung, Vorschlag der Kommission
2019Europäisches Parlament stimmt zu, 410 zu 192 Stimmen
Oktober 2025Parlament stellt fest, dass der Rat weiterhin keine Position hat
März 2026Kommission veröffentlicht Umstellungstermine bis 2031
Oktober 2026Zeitumstellung findet wie geplant statt

Was eine Abschaffung für die Schweiz bedeuten würde

Die Schweiz ist nicht EU-Mitglied, würde sich aber faktisch nach ihren Nachbarn richten. Entscheiden sich Deutschland, Frankreich, Italien und Österreich für eine gemeinsame Lösung, dürfte der Bundesrat diese übernehmen, um die Zeitinsel von 1980 nicht zu wiederholen. Mit dauerhafter Sommerzeit ginge die Sonne in Zürich am 21. Dezember erst um 9.10 Uhr auf, in Genf um 9.15 Uhr. Mit dauerhafter Normalzeit ginge sie am längsten Tag im Juni bereits um etwa 4.30 Uhr auf.

«Die Veröffentlichung bedeutet nicht, dass die politische Debatte beendet wäre» (Nachrichtenportal ms-aktuell.de zur Veröffentlichung der EU-Umstellungstermine bis 2031)

Wie sich die Zeitverschiebung zu Reisezielen und Geschäftspartnern ändert

Die Zeitumstellung 2026 gilt nicht überall am selben Tag. Die USA und Kanada stellen ihre Uhren erst am ersten Sonntag im November um, 2026 also am 1. November. Zwischen dem 25. Oktober und dem 1. November entsteht dadurch eine Übergangswoche, in der die Zeitverschiebung nach Nordamerika eine Stunde kleiner ist als sonst. Länder ohne Sommerzeit wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Thailand oder Japan rücken mit der Schweizer Umstellung dagegen eine Stunde weiter weg. Für Telefonkonferenzen, Flüge und Verabredungen mit Familie im Ausland ist das eine häufige Falle.

Zeitverschiebung vor und nach dem 25. Oktober

Stadtbis 24. Oktober25. Oktober bis 31. Oktoberab 1. November
London, Lissabonminus 1 Stundeminus 1 Stundeminus 1 Stunde
New Yorkminus 6 Stundenminus 5 Stundenminus 6 Stunden
Los Angelesminus 9 Stundenminus 8 Stundenminus 9 Stunden
São Paulominus 5 Stundenminus 4 Stundenminus 4 Stunden
Istanbulplus 1 Stundeplus 2 Stundenplus 2 Stunden
Kapstadtgleichplus 1 Stundeplus 1 Stunde
Dubaiplus 2 Stundenplus 3 Stundenplus 3 Stunden
Bangkokplus 5 Stundenplus 6 Stundenplus 6 Stunden
Tokioplus 7 Stundenplus 8 Stundenplus 8 Stunden
Sydneyplus 9 Stundenplus 10 Stundenplus 10 Stunden

Grossbritannien, Irland und Portugal stellen am selben Wochenende um wie die Schweiz, die Differenz bleibt dort unverändert bei einer Stunde. In Sydney gilt seit Anfang Oktober Sommerzeit auf der Südhalbkugel, dort wächst der Abstand nach der Schweizer Umstellung auf zehn Stunden.

Termine, Online-Meetings und Flüge in der Übergangswoche

Kalenderprogramme rechnen Termine mit Teilnehmenden in anderen Zeitzonen automatisch um, solange der Termin mit Zeitzone erfasst ist. Probleme entstehen bei Einladungen per E-Mail mit reiner Uhrzeitangabe, bei manuell geführten Dienstplänen und bei wiederkehrenden Serienterminen mit Partnern in den USA. Wer in der Woche vom 26. bis 30. Oktober Calls mit New York, Chicago oder Toronto hat, prüft die Uhrzeit deshalb doppelt.

  • Termine mit Partnern in den USA und Kanada in der Woche vom 26. bis 30. Oktober einzeln kontrollieren
  • Bei Einladungen immer die Zeitzone angeben, etwa 15 Uhr MEZ
  • Abflug- und Ankunftszeiten in Buchungen gelten immer in Ortszeit
  • Für Reisen nach Dubai, Bangkok oder Tokio ab dem 25. Oktober eine Stunde mehr Zeitverschiebung einrechnen
  • Videotelefonie mit Familie in Übersee: gewohnte Anrufzeiten für eine Woche anpassen

Was die dunklen Abende für Pendler und Autofahrer bedeuten

Mit dem Sonnenuntergang um 17.18 Uhr in Zürich fällt der abendliche Berufsverkehr ab Montag in die Dämmerung und Dunkelheit. Die Sicht verschlechtert sich, Fussgänger und Velofahrer werden später erkannt, und auf Landstrassen steigt das Risiko von Wildunfällen. Die Polizei mahnt jedes Jahr nach der Umstellung zu angepasstem Tempo.

Wild auf der Strasse

Laut Bundesamt für Umwelt wird in der Schweiz etwa jede Stunde ein Reh angefahren, rund 20'000 Wildtiere sterben jährlich auf Schweizer Strassen. Nach der Umstellung verschiebt sich der Berufsverkehr genau in die Zeit, in der Rehe, Hirsche und Wildschweine am aktivsten sind. Der Versicherer Axa bezahlte in einem Jahr 11,5 Millionen Franken für Wildunfälle, der durchschnittliche Schaden lag bei 3500 Franken.

«Die Zeitumstellung bringt nämlich ein verändertes Verkehrsaufkommen mit sich» (Patrick Wasem, Fischerei- und Jagdverwaltung des Kantons Schaffhausen, gegenüber SRF)

  • Tempo reduzieren, besonders morgens, abends, nachts und bei Wildwechsel-Signalen
  • Strassenränder beobachten, bei Tieren abblenden, hupen und bremsen
  • Nach einer Kollision anhalten, Warnblinker einschalten, Unfallstelle sichern, Polizei unter 117 rufen
  • Abstand zum Tier halten, verletzte Tiere können flüchten oder sich wehren
  • Wildunfälle müssen sofort gemeldet werden, wer das unterlässt, macht sich strafbar

Licht, Scheiben und Sicht

In der Schweiz gilt seit 2014 Lichtpflicht am Tag, Fahrzeuge fahren also ohnehin mit Licht. Nach der Umstellung lohnt sich ein kurzer Check: Funktionieren Abblendlicht, Rücklichter und Blinker, sind die Scheiben innen sauber, und ist das Scheibenwaschwasser mit Frostschutz gefüllt. Beschlagene und verschmierte Scheiben verstärken die Blendung durch tiefstehende Sonne am Morgen und durch Gegenverkehr am Abend erheblich.

Für Fahrten über die Alpen kommt die Winterausrüstung hinzu. Die Alpenpässe sind nach dem Wintereinbruch dieser Woche bereits geschlossen. Welche Folgen das für den Verkehr an diesem Wochenende hat, zeigt unser Überblick zum Stau am Gotthard am 24. und 25. Oktober 2026.

Wie Eltern, Velofahrer und Fussgänger sicher unterwegs sind

Die ersten Wochen nach der Zeitumstellung 2026 gelten als kritische Phase für Fussgänger und Velofahrende. Am Morgen ist es zwar wieder hell, am späten Nachmittag aber kommen Kinder von Schule, Hort und Training in der Dämmerung nach Hause. Autofahrer haben sich noch nicht an die frühe Dunkelheit gewöhnt.

Schulweg in der Dämmerung

Der TCS führt im Auftrag des Fonds für Verkehrssicherheit die Schulwegkampagne «Luege, Brämse, Halte». 2026 stand das Bremsen im Mittelpunkt, Gemeinden und Polizeikorps nutzten rund 6000 Plakatstandorte, über 1000 Schulklassen beteiligten sich. Für die dunkle Jahreszeit rät der TCS Eltern vor allem zu einem: Sichtbarkeit.

  • Helle Kleidung und reflektierende Elemente an Jacke, Schulsack und Schuhen
  • Leuchtweste oder Leuchtgurt für Kinder, die bei Dämmerung unterwegs sind
  • Den Schulweg nach der Umstellung einmal in der Dämmerung gemeinsam abgehen
  • Strassen ohne Fussgängerstreifen nur an übersichtlichen Stellen queren
  • Autofahrende rechnen mit Kindern hinter parkierten Autos, Hecken und an Bushaltestellen

Velo und Trottinett

Velofahrende müssen in der Dämmerung, nachts und bei schlechter Sicht mit Licht fahren, vorne weiss und hinten rot. Mit dem früheren Sonnenuntergang betrifft das ab Montag praktisch jeden Arbeitsweg am Abend. Akkulampen sollten geladen und Ersatzlichter griffbereit sein. Reflektoren an Pedalen und Speichen erhöhen die Sichtbarkeit von der Seite deutlich, eine helle Jacke oder ein Rucksack mit Reflexstreifen hilft zusätzlich.

Für E-Trottinette gelten dieselben Regeln wie für Velos. Gerade auf schlecht beleuchteten Velowegen am Seeufer oder entlang von Flüssen sind Fussgänger ohne Licht schwer zu erkennen. Wer abends joggt, trägt ebenfalls Reflektoren oder eine Stirnlampe.

Wie Körper, Schlaf und Arbeitsalltag reagieren

Die Herbstumstellung gilt als die angenehmere der beiden, weil die Nacht länger wird. Trotzdem braucht der Körper einige Tage, bis sich die innere Uhr anpasst. Am deutlichsten merken es Menschen mit festen Essens- und Schlafzeiten, kleine Kinder und Haustiere, die nach ihrem gewohnten Rhythmus aufwachen.

Die ersten Tage nach der Umstellung

Wer empfindlich reagiert, kann die Anpassung in kleinen Schritten vornehmen. Viele Eltern verschieben die Schlafenszeit ihrer Kinder in den Tagen vor und nach der Umstellung jeweils um 10 bis 15 Minuten. Tageslicht am Morgen hilft der inneren Uhr am meisten, ein Spaziergang nach dem Aufstehen wirkt stärker als jede Lampe.

  • Am Sonntag nicht deutlich länger schlafen als gewohnt, sondern die gewonnene Stunde am Morgen nutzen
  • Morgens möglichst früh ans Tageslicht, abends helles Bildschirmlicht reduzieren
  • Mahlzeiten nach der neuen Uhrzeit einnehmen, damit sich der Körper schneller umstellt
  • Haustiere, vor allem Hunde und Katzen, schrittweise an neue Futter- und Gassizeiten gewöhnen

Nachtschicht und Arbeitszeit

Wer in der Nacht auf Sonntag arbeitet, leistet eine Stunde mehr. Ob diese Stunde zusätzlich vergütet wird, regeln Arbeitsvertrag, Gesamtarbeitsvertrag oder Betriebsreglement. Bei Zeiterfassungssystemen lohnt sich ein Blick auf die Abrechnung, weil die doppelte Stunde zwischen 2 und 3 Uhr nicht von allen Programmen korrekt erfasst wird. Im Frühling ist es umgekehrt: Die Nachtschicht wird eine Stunde kürzer. Weitere Details zur Nachtarbeit und zur Bezahlung finden sich im Beitrag zur Winterzeit 2026.

Was Haushalte am Sonntag nach der Umstellung prüfen sollten

Die meisten Geräte stellen sich heute selbst um. Ein kurzer Rundgang durch Wohnung, Auto und Garten lohnt sich trotzdem, weil gerade die Geräte, die nicht automatisch umstellen, oft Dinge steuern, die man erst bemerkt, wenn sie zur falschen Zeit laufen. Der Sonntagmorgen mit der gewonnenen Stunde eignet sich dafür.

Zeitschaltuhren und Steuerungen im Haus

Heizung, Warmwasserboiler und Lüftung arbeiten häufig mit eigenen Zeitprogrammen. Läuft die Uhr der Steuerung eine Stunde falsch, heizt die Anlage am Morgen zu spät und am Abend zu lange. Das kostet Energie und Komfort. Ähnliches gilt für Zeitschaltuhren an Aussenbeleuchtung, Aquarien, Pflanzenlampen und Weihnachtsbeleuchtung, die viele Haushalte im November in Betrieb nehmen.

  • Heizungssteuerung und Boiler: Uhrzeit im Display prüfen, Absenkzeiten kontrollieren
  • Aussenlicht mit Zeitschaltuhr: auf die frühere Dunkelheit ab 17.15 Uhr anpassen
  • Rollläden und Storen mit Zeitsteuerung: Öffnungs- und Schliesszeiten anpassen
  • Backofen, Mikrowelle und Kaffeemaschine: Uhr manuell zurückstellen

Auto, Garten und Sicherheit

In älteren Autos muss die Uhr im Armaturenbrett von Hand umgestellt werden. Standheizungen mit Timer sollten neu programmiert werden, damit die Scheiben an den ersten kalten Morgen tatsächlich frei sind. Im Garten betrifft die Umstellung Bewässerungscomputer und Mähroboter, die mit dem Wintereinbruch ohnehin in die Winterpause gehören. Alarmanlagen und Bewegungsmelder mit Zeitprofilen, etwa für Ferienabwesenheit, sollten ebenfalls kontrolliert werden, damit die Beleuchtung zur richtigen Zeit einschaltet.

Eine einfache Regel hilft: Alles, was eine eigene Uhr mit Tasten hat und nicht mit dem Internet oder einem Funksignal verbunden ist, muss von Hand umgestellt werden. Die vollständige Geräteliste mit Hinweisen zu Funkuhren steht im Beitrag zur Winterzeit 2026.

Was am Umstellungswochenende in der Schweiz sonst los ist

Die Zeitumstellung 2026 fällt auf ein Wochenende mit mehreren Grossanlässen und viel Reiseverkehr. Wer am Sonntag früh unterwegs ist, profitiert von der zusätzlichen Stunde, muss aber vielerorts mit Sperrungen rechnen.

Marathon in Luzern und Verkehr am Gotthard

In Luzern läuft am Sonntag der SwissCityMarathon mit rund 15'000 Teilnehmenden. Der Marathon startet um 8.25 Uhr Winterzeit, die Seebrücke ist von 7.30 bis etwa 15 Uhr gesperrt, zahlreiche Buslinien fahren nach Sonderfahrplan. Alle Zeiten und Umleitungen stehen in unserem Beitrag zu den Strassensperrungen in Luzern am 25. Oktober 2026. Am Gotthard enden die Herbstferien in Graubünden und im Wallis, die Rückreisewelle Richtung Norden ist am Sonntagnachmittag zu erwarten.

Zürich, Basel und Halloween

Wer das Wochenende in der Stadt verbringt, gewinnt in der Nacht auf Sonntag eine Stunde zum Ausgehen. Konzerte, Partys und Märkte in Zürich zeigt der Überblick Zürich am Wochenende vom 24. und 25. Oktober 2026. In Basel laufen die Swiss Indoors in der St. Jakobshalle. Eine Woche später steht Halloween an, das Programm für Partys und Kinder in den grossen Städten zeigt unser Beitrag zu Halloween 2026 in Zürich, Basel und Bern.

Häufige Fragen zur Zeitumstellung in der Schweiz 2026

Wann ist die Zeitumstellung 2026 in der Schweiz

In der Nacht auf Sonntag, 25. Oktober 2026. Um 3 Uhr werden die Uhren auf 2 Uhr zurückgestellt, danach gilt die Normalzeit.

Wird die Uhr vor- oder zurückgestellt

Im Herbst wird die Uhr eine Stunde zurückgestellt, die Nacht ist eine Stunde länger. Im Frühling wird sie eine Stunde vorgestellt.

Wann geht die Sonne nach der Umstellung in Zürich unter

Am Montag, 26. Oktober, um 17.18 Uhr, ab dem 7. November vor 17 Uhr und Anfang Dezember bereits um 16.34 Uhr.

Wann ist die nächste Zeitumstellung

In der Nacht auf Sonntag, 28. März 2027. Dann wird die Uhr von 2 auf 3 Uhr vorgestellt, es beginnt die Sommerzeit.

Wie gross ist die Zeitverschiebung nach New York nach der Umstellung

Vom 25. Oktober bis 31. Oktober beträgt sie fünf Stunden, weil die USA erst am 1. November umstellen. Danach sind es wieder sechs Stunden.

Wird die Zeitumstellung abgeschafft

Nein, vorerst nicht. Das Europäische Parlament hat 2019 zugestimmt, die EU-Mitgliedstaaten haben sich im Rat aber nie geeinigt. Die EU hat die Termine bis 2031 veröffentlicht, die Schweiz übernimmt sie.

Seit wann stellt die Schweiz die Uhren um

Seit 1981. Nach der Ablehnung des Zeitgesetzes 1978 war die Schweiz im Sommer 1980 eine Zeitinsel, danach wurde die Angleichung an die Nachbarländer beschlossen.

Wer legt die offizielle Zeit in der Schweiz fest

Das Eidgenössische Institut für Metrologie METAS in Bern-Wabern realisiert mit Atomuhren die gesetzliche Zeit der Schweiz und bestätigt die Umstellungstermine.

Wo ist es am Montagabend am längsten hell

In Genf, dort geht die Sonne am 26. Oktober um 17.30 Uhr unter. In St. Gallen ist es bereits um 17.14 Uhr so weit.

Die Zeitumstellung 2026 am 25. Oktober bringt eine Stunde Schlaf und eine deutlich dunklere Feierabendzeit. Wer Lichter, Reflektoren und Schulweg vorab prüft und in den ersten Wochen auf Landstrassen langsamer fährt, kommt sicher durch die dunkle Jahreszeit bis zur nächsten Umstellung am 28. März 2027.

Verwendete Materialien: Eidgenössisches Institut für Metrologie METAS, Südostschweiz, Blick, Europäische Kommission, ms-aktuell.de, SRF, Bundesamt für Umwelt, Touring Club Schweiz, Swissvotes, astronomische Berechnungen der Redaktion für Sonnenauf- und Sonnenuntergang

Mehr Schweiz-News, Ratgeber und Termine laufend auf nume.ch entdecken. Lesen Sie auch: Winterzeit 2026: Was sich bei SBB und Flugverkehr ändert, Strassensperrungen in Luzern am 25. Oktober 2026, Feiertage 2027 in der Schweiz.

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