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Am Sonntag, 28. Juni 2026, hat die Kantonspolizei Graubünden Einzelheiten zu einem schweren Verkehrsunfall auf der Hauptstrasse H19 bei Laax bekannt gegeben. Der Unfall ereignete sich bereits am Samstagnachmittag, 27. Juni, gegen 14.50 Uhr zwischen Laax und Ilanz. Dabei kollidierten ein litauischer Reisecar und zwei Personenwagen; vier Menschen wurden verletzt, ein 69-jähriger Autofahrer schwer. Die Oberalpstrasse blieb rund viereinhalb Stunden vollständig gesperrt, berichtet nume.ch unter Berufung auf die Kantonspolizei Graubünden.

Nach Angaben der Polizei fuhr der 69-jährige Lenker mit einer Beifahrerin von Laax in Richtung Ilanz. Nach der Zufahrt nach Sagogn geriet sein Personenwagen am Ende einer Linkskurve teilweise auf die Gegenfahrbahn. Zur gleichen Zeit näherte sich aus der Gegenrichtung ein litauischer Reisecar, der ohne Fahrgäste in Richtung Flims unterwegs war. Der talwärts fahrende Personenwagen prallte heftig in die vordere linke Flanke des entgegenkommenden Cars. Durch die Wucht der Kollision wurde der Bus nach rechts gegen einen ungeschützten Abhang gedrückt. Der Carchauffeur musste gegenlenken, um ein Abrutschen zu verhindern. Dabei geriet der Reisecar auf die talwärts führende Gegenfahrbahn und kollidierte dort mit einem zweiten Personenwagen. Vor dem Stillstand prallte der Bus zusätzlich gegen eine ansteigende Böschung und ein Mauerwerk. Insgesamt kam es damit zu drei Kollisionen im unmittelbaren Unfallablauf.

Besonders schwer traf es den Lenker des ersten Personenwagens. Der 69-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät befreit werden. Nach der notfallmedizinischen Erstversorgung flog ihn die Rega wegen seiner schweren Verletzungen ins Kantonsspital Graubünden nach Chur. Seine Beifahrerin wurde mittelschwer verletzt. Der Fahrer des zweiten beteiligten Autos sowie der Carchauffeur kamen mit leichten Verletzungen davon.

Im Einsatz standen Teams des Rettungsdienstes Surselva und der Rettung Mittelbünden. Sie versorgten die Verletzten vor Ort und brachten mehrere Personen mit Ambulanzen in umliegende Spitäler. Parallel sicherten Feuerwehr, Rettungskräfte und Polizei den Unfallbereich, bevor die stark beschädigten Fahrzeuge geborgen werden konnten.

Wegen des Ausmasses des Unfalls musste die Oberalpstrasse auf dem betroffenen Abschnitt während rund viereinhalb Stunden vollständig gesperrt werden. In dieser Zeit liefen die medizinische Versorgung der Verletzten, die polizeiliche Tatbestandsaufnahme, die Bergung der Fahrzeuge sowie die Reinigung der Fahrbahn. Erst nach Abschluss aller Arbeiten wurde die wichtige Verkehrsverbindung durch die Surselva wieder freigegeben. Inzwischen ist die H19 wieder normal befahrbar. Die Ermittlungen der Kantonspolizei Graubünden konzentrieren sich nun auf den genauen Unfallhergang. Im Zentrum steht die Frage, weshalb der erste Personenwagen am Ende der Linkskurve auf die Gegenfahrbahn geriet und damit die folgenschwere Kettenreaktion auslöste. Weitere Angaben zur Ursache machte die Polizei zunächst nicht.

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