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US-Präsident Donald Trump hat ein Präsidialdekret unterzeichnet, mit dem die Prioritäten seiner Regierung in der Raumfahrtpolitik verbindlich festgeschrieben werden. Das Dokument verpflichtet die Vereinigten Staaten zur Rückkehr von Astronauten auf den Mond und zur Schaffung der Grundlagen für eine dauerhafte menschliche Präsenz auf dem Erdtrabanten. Das Dekret mit dem Titel Ensuring American Superiority in Space betont zugleich die Notwendigkeit, die amerikanischen Verteidigungsfähigkeiten im Weltraum auszubauen, berichtet nume.ch .

Politische Festlegung statt neuer Raumfahrtinitiative

Das Präsidialdekret begründet kein neues Raumfahrtprogramm, sondern verleiht bestehenden strategischen Zielen größeres politisches Gewicht. Die Rückkehr zum Mond ist seit Jahren Bestandteil der amerikanischen Raumfahrtplanung, wird nun jedoch ausdrücklich als staatliche Priorität auf höchster politischer Ebene verankert. Für Bundesbehörden, Industriepartner und internationale Verbündete schafft dies größere Planungssicherheit und unterstreicht die langfristige Ausrichtung der US-Raumfahrtpolitik.

Zentraler Bestandteil dieser Strategie ist das Artemis-Programm der NASA, das bereits 2017 gestartet wurde und die erste bemannte Mondlandung seit mehr als fünf Jahrzehnten ermöglichen soll.

Der Zeithorizont 2028 als politischer Rahmen

In dem Dekret wird das Ziel genannt, US-Astronauten bis 2028 wieder auf den Mond zu bringen. Diese Jahreszahl ist weniger als technischer Starttermin zu verstehen, sondern als politischer Zeitrahmen. Die aktuellen Planungen der NASA sehen eine bemannte Landung früher vor, doch setzt die Regierung mit der Nennung von 2028 einen klaren Maßstab für Verantwortung, Budgetplanung und Fortschrittskontrolle.

Damit wird deutlich, dass es sich um einen politischen Referenzpunkt handelt, nicht um eine verbindliche Zusage für einen konkreten Starttermin.

Von der Rückkehr zur dauerhaften Präsenz

Über die erneute Mondlandung hinaus fordert das Dekret den Beginn des Aufbaus erster Elemente einer permanenten Mondinfrastruktur bis 2030. Vorgesehen ist keine vollständige Basis, sondern eine schrittweise Entwicklung von Energie-, Wohn- und Logistikmodulen, die längere Aufenthalte auf dem Mond ermöglichen sollen. Diese Infrastruktur wird ausdrücklich als Vorbereitung für weiterführende Missionen, einschließlich künftiger Flüge zum Mars, beschrieben.

Zugleich bleiben zentrale Fragen offen, etwa zur langfristigen Finanzierung, zum Schutz der Besatzungen vor kosmischer Strahlung, zu stabilen Versorgungsketten sowie zu internationalen Regelungen für Nutzung und Verantwortung auf dem Mond.

Trump legt US-Raumfahrtpolitik fest: Mondlandung, Artemis-Programm und strategische Präsenz im All

Weltraum als sicherheitspolitische Dimension

Ein wesentlicher Bestandteil des Dekrets ist die Stärkung der amerikanischen Verteidigungsfähigkeiten im Weltraum. Damit wird der Weltraum nicht nur als wissenschaftlicher und wirtschaftlicher Raum, sondern als strategische Domäne definiert. Der Schutz von Satelliten, die Sicherung orbitaler Infrastruktur und die Fähigkeit zur Überwachung des erdnahen Raums gewinnen in der US-Sicherheitsstrategie weiter an Bedeutung.

Für Verbündete der Vereinigten Staaten, insbesondere innerhalb der NATO, unterstreicht dieser Ansatz den wachsenden Stellenwert des Weltraums als eigenständigen Bereich sicherheitspolitischer Planung.

Internationale Zusammenarbeit unter US-Führung

Das Artemis-Programm ist international angelegt. Die European Space Agency beteiligt sich als Partner, und perspektivisch könnten auch europäische Astronauten an Mondmissionen teilnehmen. Das Dekret macht jedoch deutlich, dass die strategische Führung und die maßgeblichen Entscheidungen weiterhin in Washington liegen.

Für Europa bedeutet dies Beteiligung an technologisch anspruchsvollen Missionen, zugleich aber auch eine klare Abhängigkeit von den politischen und finanziellen Entscheidungen der USA.

Das Präsidialdekret verändert die technische Realität der US-Raumfahrt kurzfristig kaum, hebt deren politische Bedeutung jedoch erheblich an. Der Weltraum wird darin als langfristiges Instrument nationaler Macht definiert – wissenschaftlich, wirtschaftlich und sicherheitspolitisch. Die Rückkehr zum Mond steht damit weniger für ein einzelnes Prestigeprojekt als für den Anspruch der Vereinigten Staaten, ihre Führungsrolle jenseits der Erde dauerhaft zu sichern.

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